UBA-MOB: Was Unternehmen wirklich bereit sind, für ein Mobilitätsbudget zu zahlen

Mobilitätsbudgets gelten als wirksames Instrument für nachhaltige Mitarbeiter:innenmobilität – doch unter welchen Bedingungen Unternehmen tatsächlich bereit sind, dafür finanzielle Mittel bereitzustellen, war bislang kaum erforscht. UBA-MOB schließt diese Lücke: Mit Zugang zu rund 1.800 Klimabündnis-Betrieben untersucht das Projekt erstmals systematisch die Zahlungsbereitschaft von Unternehmen für Mobilitätsbudgets in Österreich.

Mobilitätsbudgets sind als Instrument für nachhaltige Mitarbeiter:innenmobilität gut erforscht – ihre rechtliche Ausgestaltung und Akzeptanz bei Mitarbeitenden ebenso. Was fehlt, ist Wissen über die vorgelagerte unternehmerische Entscheidung: Unter welchen Bedingungen sind Unternehmen überhaupt bereit, finanzielle Mittel für ein Mobilitätsbudget bereitzustellen? Genau hier setzt UBA-MOB an.

Das Projekt erhebt erstmals systematisch die Zahlungsbereitschaft österreichischer Unternehmen für Mobilitätsbudgets und setzt sie in Beziehung zu internen Faktoren (Unternehmensgröße, Branche, Nachhaltigkeitsstrategie) und externen Rahmenbedingungen (rechtliche Vorgaben, regionales Mobilitätsangebot). Dafür wird ein standardisierter Fragebogen entwickelt und über das Netzwerk des Klimabündnis Österreich an rund 1.800 Betriebe sowie eine Kontrollgruppe ausgespielt – Ziel sind rund 200 Unternehmen. Die quantitativen Ergebnisse werden statistisch modelliert und zu Unternehmenstypologien verdichtet, anschließend durch qualitative Interviews vertieft und erklärt.

Der Innovationsgehalt liegt im einzigartigen Zugang zu diesem Unternehmensnetzwerk, der Verknüpfung der Zahlungsbereitschaft mit realen Mobilitätsdaten statt rein deklarativer Angaben, sowie einer eigenen Kontrollgruppe zur Kontrolle des Nachhaltigkeits-Bias der Klimabündnis-Betriebe. Auch Gender-Aspekte werden berücksichtigt, da sich Mobilitätsbedürfnisse je nach Geschlecht unterscheiden können.

Die Ergebnisse liefern Fördergebenden eine Grundlage für zielgerichtete Förderinstrumente und Unternehmen eine realistische Kosten-Nutzen-Einschätzung – und unterstützen damit langfristig die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs.

Projektdauer
Juni 2026 - November 2027

Auftraggebende
Klima- und Energiefonds Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur

Leistungen der tbwr
Methodische Konzeption und Durchführung der quantitativen und qualitativen Analysen (AP2, AP4, AP5)
Integration ökonomischer, verhaltenswissenschaftlicher und organisationsbezogener Perspektiven
Strukturierte Ergebnis-Synthese und Ableitung übertragbarer Unternehmenstypologien und Handlungsempfehlungen (AP6)

Projektpartner
Klimabündnis Österreich (Projektleitung)
Klimabündnis Oberösterreich
tbw research GesmbH

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